Tag 07 – 19.08.2010 – Ohrid (MK)

Auch heute Morgen machten wir unsere Maschinen schon vor dem Frühstück startklar. Auch die anderen Hotelgäste nutzten diese Zeit, um ihre Zimmer zu räumen und das Gepäck in den Autos zu verstauen. Alle wollten so schnell wie möglich für die Weiterfahrt bereit sein. Es herrschte eine leichte Hektik fast wie in den SAC-Hütten, wenn alle plötzlich vom Gipfelfieber packt werden…..

Um 08h00 Ortszeit (das ist eine Stunde früher als die aktuelle Schweizerzeit) machten wir uns auf den Weg in Richtung Kastoris. Bei der Post machte Fredi noch einen riskanten Spurt über die Strasse und schob die Ansichtskarten mit den Grüssen an die Daheimgebliebenen in den Briefkasten.

Um die Stadt zu verlassen, nahmen wir die kleine Strasse, die dem See entlang rund um die Halbinsel der Stadt Kastoria führt, um dann auf die Hauptstrasse in Richtung Osten zu fahren. Doch schon bald schwenkten wir links weg in eine schmale Bergstrasse mit extrem steilen Haarnadelkurven. Diese Strasse führte uns über einen verlassenen Pass und führte dann nach 17km über eine etwas altersschwache Brücke in die Hauptstrasse nach Florina. Der weitere Streckenverlauf war wider reinstes Fahrvergnügen. Die schön ausgebaute Strasse schlängelte sich durch ein stark bewaldetes Tal immer höher den Berghang hinauf bis auf ca.1700müM. Veraltete Ski- und Sessellifts führen von der Passhöhe durch enge Waldschneisen bis auf den Bergkamm. Hier wird anscheinend im Winter Ski gefahren….  

Nach Florina wurde das Land wieder flacher und schon bald standen wir vor der Mazedonischen Grenze. Noch auf der Griechenseite erfrischten wir uns in der  kleinen Taverna direkt beim Grenzübergang mit Fanta und Wasser. Dort, in dieser abgelegenen Beiz, trafen wir auf ein junges, sehr sympathisches Pärchen aus Feldkirch (A), das seit 4 Tagen mit dem Motorrad für eine grosse Reise unterwegs ist. Sie erzählten uns ganz bescheiden ihren geplanten Routenverlauf: Nach Mazedonien durch Griechenland und die Türkei in den Iran und dann weiter durch Pakistan nach Indien….  Sie erwähnten dann aber noch, dass sie erst im nächsten Mai wider zurück sein müssen – es liegt also noch sehr viel Zeit vor ihnen. Liebe Simone, lieber René, alles Gute auf eurer Reise und wir werden Euch über eure Homepage virtuell begleiten…..

Der Grenzübertritt war absolut problemlos. Passport und Grüne Versicherungskarte wurden kontrolliert und dann konnten wir alle einreisen. Am Zustand der Strassen spürten wir sofort, und sehr direkt auf den Popo, dass wir das Land gewechselt hatten. Es hat auch immer wieder sehr tückische Schlaglöcher und Spurrillen. Aber mit einer gedrosselten Fahrweise ist auch das kein Problem…..

Über einen schönen Pass kamen wir um 13h00 im schönen Städtchen Ohrit an. Da Erwin schon geschäftlich in dieser Stadt war, konnte er uns direkt in das Hotel Mizo führen, das etwas ausserhalb der Stadt, jedoch direkt am See steht. Die Zimmer waren schnell bezogen und sofort eilten wir alle an den Strand – die einen gemütlich in die Beiz und die anderen mit Vergnügen ins Wasser……

Gegen Abend trafen wir uns in der Stadt mit zwei mazedonischen Geschäftsfreunden von Erwin, und gemeinsam verbrachten wir den Abend bei einem feinen Nachtessen in einem Restaurant am See. Dazu spielte eine Kapelle virtuose Balkanmusik, dass wir alle beinahe weg schmolzen….

Morgen gibt es wieder einen Ruhetag, denn Ohrid ist einfach zu schön……

Track Kastoria - Ohrid (MK)