Tag 15 - 15.06.2011 – Dornoch - Dufftown
In der Nacht es geregnet, doch am Morgen schaute schon wieder der blaue Himmel durch die Wolken. So wie wir die Wettersituation einschätzten, werden wir das Regenzeug heute nicht benötigen. Nach dem Frühstück stellten wir die Maschinen zum Beladen vor das Hotel und holten dann das Gepäck vom Zimmer herunter.
Unter den Augen von neugierigen Passanten machten wir uns startklar, und fuhren dann über die Stadtzufahrtstrasse auf die A9 in Richtung Inverness. Schon nach wenigen Kilometern fuhren wir auf einer hohen Brücke über den Dornoch Firth. Auf der Höhe von Newfield bogen wir links weg auf eine kleine Nebenstrasse, die uns zur Fähranlegestelle von Nigg führte. Wie auf der Karte eingezeichnet, verrichtet hier noch eine kleine Fähre ihre Dienste und bringt die Fahrzeuge auf die andere Seite nach Cromarty.
Die Bauweise der Fähre war für uns etwas ungewöhnlich, denn es war kein Fährschiff auf dem die geladenen Fahrzeuge durchfahren konnten. Man fährt über eine Bugrampe auf das Schiff und über die selbe Bugrampe auch wieder runter vom Schiff….. Auf der Ladefläche hat es nur platz für vier Autos…. Während das Schiff anlegte überlegten wir uns krampfhaft, wie das wohl funktionieren sollte. Gut, die Autos könnten ja vorwärts auf und rückwärts wieder runter fahren. Aber mit dem Motorrad müssen wir dieses irgendwie auf dem Schiff wenden können….. Wir liessen das Auto vor uns auf die Fähre fahren und staunten dann nicht schlecht! Auf der Fähre war eine Drehscheibe eingebaut und drehte das Auto um 180°, so dass es wieder in Richtung Bugrampe schaute. Mit uns und unseren Motorrädern passierte genau dasselbe, wir fuhren auf die Drehscheibe, und wurden dann vom Matrosen ebenfalls um 180° wieder in Richtung Ausgang gedreht. Das ging ja alles viel einfacher als dass wir uns das vorgestellt hatten…..
Von der Fähre aus konnte man die vielen Ölplattformen sehen, die hier im Cromarty Firth von Spezialfirmen gebaut werden um dann aufs offene Meer hinaus an ihren definitiven Standort geschleppt zu werden. In Cromarty verliessen wir die Fähre wieder und fuhren nun auf kleinen Strassen der Küste entlang bis nach Artafallie, wo wir auf die Schnellstrasse nach Inerness wechselten. Auch den Moray Firth überquerten wir über eine imposante Brücke. Ab Inverness benutzten wir die A96 bis nach Elgin und bogen dann ab auf die A941, die uns durch den Glen of Rothes nach Dufftown brachte.
Rome was built on seven hills, Dufftown stands on seven stills! Gleich sieben Quellen speisen sieben Brennereien und machen so den kleinen freundlichen Ort zur Hauptzentrale der schottischen Whiskyherstellung. Auch eine der bekanntesten Whiskysorten, der Glenfiddich, wird in Dufftown gebrannt. Am Nachmittag meldeten wir uns beim Visitor Center von Glenfiddich und machten ein Führung durch die Brennanlage, mit einer kleinen Whisky-Degustation zum Abschluss…..
Hier in Dufftown werden wir zwei Nächte bleiben, denn für morgen haben wir uns für eine gröddere Besichtigungstour in der Distilery Aberlour eingeschrieben, mit einer geführten Testsession.....
