Tag 19 - 19.06.2011 – Edinburgh
Heute wollen wir nun noch andere Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen. Es ist zwar Sonntag, doch davon merkt man in der Stadt eigentlich nichts. Es herrscht ein reges treiben auf der Strasse und auch die Läden sind alle offen.
Gestern bei unserer Ankunft hatten wir noch einige Überraschungen zu verdauen. Wir waren noch nicht mal zwei Stunden angekommen, hatte ich schon zwei und Raphaël eine Parkbusse als Willkommensgruss der Stadt Edinburgh erhalten. Die erste erhielten wir bei unserer Ankunft, während dem wir im strömenden Regen die Motorräder vor dem Hotel auf einem Fussgängerplatz abstellten und das Gepäck ins Hotel transportierten und das Check in machten. Als wir wieder raus kamen, um die Bikes auf einen Parkplatz in der angrenzenden Blairstreet zu stellen, klebte schon je ein grosser Umschlag an unseren Maschinen. Baff, das ist ein Empfang, Preis: £ 60! Wir stellten nun die Maschinen in der Blairstreet in ein spezielles Parkfeld für Motorräder. So, jetzt stehen sie bestimmt richtig! Wir nahmen die Umschläge mit der Busse weg und gingen ins Hotel, um uns für einen Streifzug durch die Stadt umzuziehen. Als wir nicht mal eine Stund später wider vor das Hotel traten, traute ich meinen Augen nicht mehr – an meinem Motorrad klebte wieder ein Umschlag mit einer Busse. Was ist den jetzt los? Und warum nur an meiner Maschine? Während wir diskutierten kamen Personen vom Pub gegenüber zu uns und zeigten mir, dass meine Maschine mit dem Hinterrad den Parkfeldrand um ca. 20 cm übertrat…. Nein, das kann doch nicht wahr sein! Und auch für dieses Vergehen stand auf dem Zettel: £ 60!! Sie sagten mir aber auch, dass ich die erste Busse hätte am Motorrad lassen sollen, dann hätte ich jetzt keine weitere erhalten….. Wir sollen nun das Motorrad mit dem Hinterrad ganz ins Feld stellen und aber den Bussen-Umschlag am Lenker dran lassen, denn so würde man uns, auch wenn der Kontrolleur eine weiteres Vergehen finden sollte, in Ruhe lassen. Dies machten wir so, und es hat funktioniert….. Super Logik…. Doch das ganze hakten wir schnell ab und freuten uns auf freundlichere Begegnungen in Edinburgh….
Als ersten wanderten wir zum Bus-Bahnhof und kauften ein Stadtbesichtigungs-Ticket. Mit offenen “Doppelstöcker“ fuhr man quer durch die ganze Stadt zu de verschiedenen Sehenswürdigkeiten. In verschiedenen Sprachen wurde die ganze Tour kommentiert, und an verschiedenen Orten konnte man aussteigen und dan später mit einem anderen Doppelstöcker wieder weiter fahren. Eine bequeme Art die wichtigsten Highlights von Edinburgh zu sehen und zu besichtigen….
Zum Mittagessen begaben wir uns zum Hard Rock Cafe, was wir uns schon am Vorabend vorgenommen hatten. Es fasziniert mich immer wieder in diesen Kult-Cafes die Ausstellungen, Bilder und Geschichten zu besichtigen. Das Essen ist wie es ist….. amerikanisch und kultig…… Raphaël deckte sich noch mit T-Shirt und Pullover ein und dann ging es weiter, zu Fuss in die Old Town zurück und dann zur Burg hinauf.
Die ganze Besichtigung der Burg ist ein Riesenerlebnis und füllt locker einen ganzen Nachmittag aus. Und die Aussicht über die Stadt ist einfach grandios.
Den Abend verbrachten wir in einem urigen Pub, wo wir uns zur Feier des Tages (der 19. Juni ist in Schottland Fatherday) ein feines Nachtessen servieren liessen.
